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Beste Boulderschuhe für Fortgeschrittene

beste Boulderschuhe für Fortgeschrittene

Am Anfang war der Schuh, dann kam die Kraft, dann die Technik und dann … wieder ein Schuh.

Anfänger beim Bouldern brauchen Schuhwerk, das viel Gefühl zulässt und mäßig unterstützt. Stimmen Kraft und Technik, muss der Boulderschuh aber etwas anderes leisten. Was kann der beste Boulderschuh für Fortgeschrittene, was ein Boulderschuh für Anfänger nicht kann?

Es klingt fast wie eine Religion, wenn Boulderer jedwelchen Geschlechts über ihre Schuhe sprechen. Vorspann, Downturn, Schuhgrößen und Gummimischungen werden diskutiert wie Glaubensfragen und voll großartiger Ernsthaftigkeit. Was ist dran am Credo der aggressiven Boulderschuhe für Fortgeschrittene?

Beste Boulderschuhe für Fortgeschrittene passen einfach.

Klingt wie ein Schlusswort, ist tatsächlich aber der Anfang allen Übels. Wann passt ein Boulderschuh? Die Frage bezieht sich nicht nur auf die Schuhgröße. Der Schuh muss sitzen, klar. Er muss deinen Fuß eng umschließen und die Muskulatur unterstützen. Aber er darf dich nicht einengen. Zu kurze oder zu enge Schuhe sind also nicht die Lösung.

Zur Fußform müssen die Schuhe auch passen. Hast du einen besonders langen zweiten Zeh? Oder steht der große Zeh am weitesten vor? Vielleicht fallen deine Zehen in der Länge schräg ab, ganz gleichmäßig und ausgehend vom großen Zeh hin zum kleinen? Oder sind die drei großen in der Mitte ungefähr gleich lang, während die beiden kleinen außen schlicht ein Stück zurück versetzt sind? Die besten Boulderschuhe für euch fortgeschrittene Boulderer sind die, die zu der Form eurer Füße passen. Denn die Form der Füße und insbesondere der Zehen bestimmt mit, wie genau ihr klettert. Ein Zeh, der sehr lang vor die anderen ragt, kann als maximaler Außenpunkt das Erreichen ansonsten unerreichbarer Griffe garantieren – den würde man nicht in einen zu kurzen Schuh verstecken und sich gefühlte fünf Zentimeter kleiner machen wollen, nicht? Lange Zehen können auch ganz anders Kraft entwickeln als kurze Zehen.

Vorspannung? Nur beim Hooken wirklich wichtig.

Vorgespannte Boulderschuhe sind dann klasse, wenn du wirklich oft Hooks nutzt. Denn dann sorgt die Vorspannung dafür, dass es dir den Schuh nicht vom Fuß zieht. Bist du ein fortgeschrittener Boulderer und schaffst alles ohne Hooks, brauchst du keine Vorspannung. Entlaste doch einfach die Achillessehne und trage andere Schuhe.

Downturn ist nur dann gut, wenn er nicht weh tut. Natürlich unterstützt ein entsprechend gestalteter Boulderschuh Fortgeschrittene, die darauf Wert legen. Manche Menschen haben aber so viel Spannung im Mittelfuß, dass sie das schlicht nicht brauchen – Downturn ist unangenehm und nimmt der Muskulatur viel Arbeit ab. Bouldern ist Sport: Was ist Sport ohne Muskelarbeit? Wenn du deine Technik soweit beherrscht, dass du auf den äußersten Spitzen deines Boulderschuhs balancierst und dann plötzlich merkst, dass dir in der Fußstreckung doch noch ein paar Millimeter fehlen (und dir das ständig passiert) – go for it. Dann ist Downturn dein Ding. Fortgeschrittene Boulderer haben gegenüber Anfängern den Vorteil, dass sie wissen, welche Features ihre Schuhe haben müssen. Ob es neue und andere Schuhe als bei Anfängern sein müssen, steht auf einem anderen Blatt.

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