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Wenn der Grip fehlt und Du abschmierst – Boulderschuhe neu besohlen

Boulderschuhe neu besohlen

Wer wöchentlich mehrfach in der Boulderhalle an die Decke (oder durch die Decke) geht, im Urlaub und am Wochenende die Naturfelsen poliert, kennt das: Die neuen, tollen Boulderschuhe gehen ab wie Schmierseife. Schnell sind die Kanten ab, der Grip fehlt. Jetzt neue Schuhe?

Schwachpunkte Zehen und Außenkanten

Wenn die Boulderschuhe Löcher bekommen, dann meist vorne beim großen Zeh. Volumen, kleine Chips, passable Tritte – alles kommt mit der Zehenpartie in Berührung, und meist wird per Reibung geprüft, ob der Grip stimmt. Wenn der Zeh rausschaut, ist es für eine Reparatur zu spät. Denn unter dem Gummi gibt es noch Klebeschichten, Innenschichten, Leder. Zum Besohlen sollten die Schuhe, wenn das Außengummi dünn wird.

Die zweite Schwachstelle sind die Außenkanten im Bereich von Zehen und Ballen. Hier wird gehookt, hier werden Wand und unförmige Tritte noch mitgenommen, im Zweifelsfall wird rein auf Reibung geklettert. Klar, dass die Kanten dann bald nicht mehr kantig, sondern rundgeschmirgelt und glatt sind. Du kannst mit etwas Sandpapier ausbessern, aber lange funktioniert das nicht. Da muss einfach mehr Material drauf.

Wegen dünnen Stellen neue Schuhe?

Kannst du machen. So teuer sind Boulderschuhe nicht. Aber es ist dann doch ein bisschen schade, wenn du dich von fast neuwertigen Schuhen trennst, weil die Sohle dünn wird. Es gibt in Deutschland tatsächlich ein paar Werkstätten, die sich auf das Besohlen von Kletter- und Boulderschuhen spezialisiert haben.

Welches Gummi?

Zum Besohlen stehen verschiedene Gummimischungen zur Verfügung. Ein Teil der Schuhdoktoren benutzt eigene Mischungen, aber auch die handelsüblichen Vibram, No Edge Sohlen, Ten Five oder was auch immer das Original war, stehen zur Verfügung.

Anderes Gefühl, gleicher Schuh

Wenn du neu besohlen lässt, erhältst du nach ein bis zwei Wochen deinen alten, eingelatschten, bequemen Schuh zurück. Das ist meist etwas kostengünstiger als neue Schuhe und sehr viel nachhaltiger. Nachteile: Der Schuh kann beim Besohlen etwas enger werden, die Sohle fühlt sich anders an als zuvor, und du bist ein bis zwei Wochen „unbeschuht“.

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